Erste Erfolge bei der Suche nach Antimaterie

Unter maßgeblicher Beteiligung Aachener Forscher hat das AMS-Experiment (Alpha Magnetic Spectrometer) erste Erfolge im Nachweis von Anti- bzw. Dunkler Materie erzielt. Samuel Ting, Physik-Nobelpreisträger und Leiter des Experiments präsentierte am 03. April im Kernforschungszentrum CERN erste Ergebnisse, die sich nach der Auswertung von 25 Milliarden Daten aus 18 Monaten ableiten ließen. Dabei geht es darum, die sogenannten Positronen (Antiteile von Elektronen) aufzuspüren und deren Ursprung zu erforschen.

Das AMS 02 befindet sich seit Mai 2011 auf der internationalen Raumstation (ISS) und ist das leistungsfähigste und empfindlichste Teilchen-Spektrometer, das jemals im Weltraum installiert wurde. Die Messungen sind hundert Mal genauer als alles, was vorher erreicht wurde. Der Superrechner Juropa des Forschungszentrums Jülich wertet die erzielten Daten aus, während Prof. Lübelsmeyer und sein Nachfolger, Prof. Schael, am I. Physikalischen Institut der RWTH Aachen, die Ergebnisse analysieren.

Auch die ISATEC begleitet seit Jahren diese AMS Experimente. So musste 2010 das AMS innerhalb von drei Monaten auf einen Permanentmagneten und vergrößertem Spurdetektor umgebaut werden. Das Engineering für den Umbau wurde in enger Zusammenarbeit mit den Aachener Physikern, der NASA und anderen internationalen Physikinstituten durchgeführt. ISATEC wurde für das Engineering aufgrund der Erfahrung und der erfolgreichen Arbeiten für AMS01 ausgewählt: der NASA Manager Ken Bollweg schrieb über unser früheres Engineering zum bereits eingebauten und erfolgreich getesteten AMS02 TRD "... everything associated with ISATEC functions as it should".

Weitere Infos unter: 

www.ams02.org/

www.scilogs.de/kosmo/blog/himmelslichter/allgemein/2013-04-03/ams02-neue-hinweise-auf-die-dunkle-materie

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